Worin liegt der Unterschied zwischen Eisregen-Glasur und Glatteis auf der Straße?
Im Winter werden zwei ähnliche Gefahren oft verwechselt. Im Russischen gibt es dafür zwei Begriffe — «гололёд» und «гололедица» — sinngemäß: Eis auf Gegenständen vs. Eis am Boden.
Eisregen-Glasur — Eis auf Gegenständen
Dabei überzieht eine glatte Eisschicht Äste, Stromleitungen, Dächer, Geländer oder Autos. Das passiert meist bei Eisregen/gefrierendem Nieselregen, wenn die Temperatur um 0 °C liegt (oder leicht darunter) und unterkühlte Tropfen beim Auftreffen sofort gefrieren.
Warum das gefährlich ist:
- zusätzliche Last auf Ästen und Leitungen (Brüche, herabfallende Äste/Leitungen);
- extrem rutschige Treppen und Geländer;
- schnelle Zunahme der Eisschicht.
Glatteis (oft „schwarzes Eis“) — Eis unter den Füßen und Rädern
Das ist eine dünne, rutschige Eisschicht auf dem Boden: Gehwege, Straßen, Höfe. Typisch ist die Entstehung, wenn:
- es zuvor Tauwetter / nassen Schnee / Regen gab und danach die Temperaturen sanken und alles wieder gefror;
- Wasser sich auf der Fahrbahn ausbreitete und später zu einer sehr dünnen Schicht gefror.
Besonders tückisch ist, dass Glatteis kaum sichtbar sein kann („schwarzes Eis“ auf Asphalt).
Merkhilfe
- Eis auf Gegenständen (Äste, Leitungen, Geländer): meist durch Eisregen.
- Eis am Boden (Straßen, Gehwege): oft durch Regel nach Tauwetter.
Kurzer Sicherheits-Check
- Zu Fuß: Schuhe mit gutem Profil, kurze Schritte, Hände frei, glänzende „Spiegelstellen“ meiden.
- Im Auto: mehr Abstand, keine abrupten Manöver, früh bremsen; Brücken und Überführungen frieren zuerst.
Besonders tückisch ist, dass Glatteis kaum sichtbar sein kann („schwarzes Eis“ auf Asphalt).
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